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  • Brigitte Obermeier

Theater im Schutzanzug

Nach meiner Morgenlektüre liegt die "Tasche voller Hoffnung" nur noch ganz kleingefaltet da.

So steht zu lesen: ".., auch die "künstlerischen Akteure", also Schauspieler, Musiker, Sänger, sind in Zukunft natürlich verpflichtet, Abstand zu halten und, wenn das nicht möglich ist, sich mit "alternativen Schutzmaßnahmen" zu behelfen, also Trennwänden oder Schutzanzügen.

Schutzanzüge???? Es gibt ja auch so schon kaum ein Stück, das man mit 1,50 Meter Abstand zueinander spielen kann.

Umso frustrierter bin ich, wenn ich sehe, wie die Leute sich z.B. am Main sitzend oder auf den Demos um Abstandsregeln oder Mundschutz gar nicht mehr kümmern. Ihnen allen ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Leichtsinn denjenigen besonders schaden, die noch nicht mal aufmachen durften und so vielleicht erst gar nicht zum Öffnen kommen werden.

Und nun zum Bild, das ja immer dazugehört- Mascha ist auch nicht glücklich über die Auflösung des Bühnenbildes von "Als ob es regnen würde", aber auch so etwas gehört zu den Jobs im Theater- Lockdown.

Oder- positiver ausgedrückt: Altes geht, Neues kommt, und bitte ohne Schutzanzug!


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